Bei Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung sind folgende Punkte unbedingt zu beachten:
1. Vereinbarung einer ausreichend hohen Berufsunfähigkeitsrente.
Die individuelle Höhe der Berufsunfähigkeitsrente sollte sorgfältig und eventuell mit Hilfe eines fachkundigen Beraters ermittelt werden. Sie orientiert sich meist am aktuellen Nettoeinkommen. Im Falle der Berufsunfähigkeit soll die Berufsunfähigkeitsrente ausreichend hoch sein, um wenigstens die im Alltag anfallenden Kosten zu decken.
Weil Versicherungsverträge in den Regel eine Laufzeit über mehrere Jahrzehnte haben, sollte gewährleistet sein, dass der Versicherte die Prämien bequem - über einen längeren Zeitraum hinweg - aufbringen kann.
2. Die Beantwortung der Gesundheitsfragen
Bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung müssen die im Antrag gestellten Gesundheitsfragen unbedingt vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet werden. Unverzichtbar dabei ist die genaue Angabe von Vorerkrankungen. Hier sollte möglichst umfassend geantwortet werden, auch dann, wenn die Beschwerden aus Sicht der zu versichernden Person unerheblich waren.
Auf Grundlage dieser Angaben muss die Versicherungsgesellschaft die Beitragshöhe kalkulieren und über einen eventuellen Zuschlag entscheiden. Normalerweise ist dies jedoch nicht der Fall. Je nach Höhe der gewünschten Berufsunfähigkeitsrente und dem Alter der zu versichernden Person sind unterschiedliche Gesundheitsfragen zu beantworten.
In einigen Fällen kann auch ein Arztbesuch notwendig werden. In jedem Fall muss ein Hausarzt benannt werden, zumindest der Arzt, der sich mit dem Gesundheitszustand der zu versichernden Person am besten auskennt.
3. Hilfe durch Experten beim Ausfüllen des Versicherungsantrags
Beim Ausfüllen des Versicherungsantrages ist die Unterstützung eines Beraters sinnvoll. Denn die Angaben zum Antragsteller und/ oder der zu versichernden Person sowie die Daten für den Vertragsbeginn und -ablauf müssen korrekt und vollständig eingetragen werden. Nur so kann der gewünschte Versicherungsschutz gewährt werden.
4. Durchlesen der Vertragsbedingungen
Wichtig ist die Lektüre des „Kleingedruckten“, das über die Vertragsbedingungen informiert. Hierzu zählt beispielsweise die Information, dass die Versicherungsgesellschaft ermächtigt wird, beim angegebenen Arzt Auskünfte über Erkrankungen zu einzuholen. Zum Kleingedruckten gehören aber auch Angaben über Kündigungsmöglichkeiten und -fristen.
Ratgeber:
Nutzen sie die Unterstützung eines unabhängigen Beraters.
Dieser kann Angebote für Berufsunfähigkeitsversicherungen bei verschiedenen Gesellschaften einholen und Vorteile/ Nachteile der einzelnen Angebote einander gegenüberstellen.